DVG HSV Köln-Süd e.V. - Hundesportverein
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Stöber-/Spürhunde (Verlorensuche)

Die Stöbersuche, auch Verlorensuche genannt, kommt, ebenso wie die Hundesportdisziplinen der IPO, aus der polizeilichen Arbeit mit Hunden. Die Stöbersuche ist von der Beweismittelsuche abgeleitet und der Hund muss hier von Menschen berührte Gegenstände finden, ohne diese durch eigene Berührung zu kontaminieren. Der Hund kennt bei der Suche weder Größe, Beschaffenheit, noch Geruch des zu findenden Gegenstandes oder der Person, die den Gegenstand berührt hat. 


Er orientiert sich bei der Suche lediglich an dem Fakt, dass ein Mensch diesen Gegenstand berührt haben muss und dieser nicht in den Kontext des abzusuchenden Bereiches gehört. Hört sich schwierig an...ist es auch! :) 


Das ist aber noch nicht alles. Der große Unterschied zur Fährte der IPO ist, dass der Hund in diesem Fall wirklich nur der Witterung des menschlichen Geruchs folgen darf und kann, anstatt sich, wie bei der Fährte, auf die Bodenvernetzungen durch die Schritte zu konzentrieren. Bevor der Hund in die Suche geschickt wird, werden selbst in der ersten Prüfungsstufe Verleitungen in das Stöberfeld getreten, um dem Hund von vornehinein die Möglichkeit zu nehmen, sich an die Fährte des Auslegers zu heften und sich damit die Arbeit zu erleichtern. Er ist also gezwungen, mit Hilfe des HF die Fläche systematisch, und vollkommen unabhängig von Fährten und weiteren Verleitungen abzuspüren. Die Hilfe des Hundeführers bezieht sich dabei hauptsächlich auf Richtungsweisungen, die per Handzeichen gegeben werden dürfen.

 

Zudem wird die Suche ohne Leine durchgeführt und erfordert somit 100%igen Gehorsam des Hundes und volle Kontrollierbarkeit durch den Hundeführer (HF). Der HF darf sich während der Suche nicht mit dem Hund über das Feld, sondern nur auf einer gedachten Mittellinie im Suchfeld bewegen und tritt erst in das Suchfeld, wenn der Hund eine klare Anzeige des Gegestandes zeigt. 

 

Der Hund hat in seiner Arbeit verschiedene Dinge zu meistern, die das reine Aufspühren der Gegenstände übersteigen. Er muss selbstständig arbeiten, dabei allerdings immer zugleich noch ein Auge auf seine/n HF haben und sämtliche Kommandos unverzüglich umsetzen. Er sollte eine starke Witterungsaufnahme und den unbedingten Willen zeigen, seine Aufgabe zu erfüllen. Die Suchintensität darf in der Suche nicht nachlassen, sondern sollte durchgängig sicher und engagiert gezeigt werden. Er darf das vom Leistungsrichter festgelegte und ggf. mit 4 Pylonen an den Eckpunkten gekennzeichnete Feld nur sehr geringfügig überschreiten, was bedeutet, dass der Hund, neben seiner Arbeit und der Aufmerksamkeit auf den Hundeführer auch noch die Eckpunkte des Suchfeldes im Auge behalten und stets darauf achten muss, die imaginären Linien nicht zu überschreiten.

Richtig gelesen, imaginär... damit sind bereits die meisten Menschen überfordert :),

denn es gibt keine eigenzeichneten Begrenzungen, sondern lediglich die 4 Pylonen an den Eckpunkten des Feldes, welches in der 3. Stufe 1500 m² beträgt.

 

Neben der Suche, die i.d.R. in freiem Gelände statt findet und somit sämtliche Ablenkungen wie Tiere, Fährten, Stöckchen, Markierungen anderer Hunde etc. mitbringt, ist die größte Herausforderung das korrekte Anzeigen der Gegenstände. Der Gegenstand, der unsichtbar für Hund UND Hundeführer ausgeworfen wird, muss sich in unmittelbarer Nähe seiner Vorderpfoten befinden und darf vom Hund nicht berührt werden. Der Hund sollte nicht bellen und seine Anzeigeposition, die sitzend, stehend oder liegend ausgeführt werden kann, in keinster Weise verändern, bis der HF neben ihm steht, den Gegenstand aufgenommen, dem Richter gezeigt hat und dem Hund nun das Kommando zum Aufsetzen in die Fußposition geben hat. Dies sind nur ein paar Regeln und Schwierigkeiten, die der Hund zu meistern hat.


Nichts desto trotz ist diese Disziplin grundsätzlich für alle Rassen und Größen geeignet und bereitet fast allen Hunden einen Mordsspaß, da sie hier ihre hervorragenden Sinne und Veranlagungen voll zur Geltung bringen können und das macht eben einfach Spaß.

Zitat

“Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes. Er ist schneller und gründlicher als ich.”

(Otto von Bismark)

Trainingszeiten

Samstag

14:00 Uhr Welpengruppe
15:00 Uhr Junghunde

16:00 Uhr Teamarbeit in
                 Gruppen

16:30 Uhr erwachsene Hunde
 

Sonntag

10:00 Uhr Basisausbildung

 

Mittwoch
18:00 Uhr Basisausbildung

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